Das gelebte Leben muss gefeiert werden … Uns ist bewusst, wie wichtig es ist, einem Menschen wirklich die letzte Ehre zu erweisen. Wenn wir den Auftrag annehmen, eine Abschiedsfeier zu gestalten, dann steht der bzw. die Verstorbene als Mensch im Mittelpunkt. Sein gelebtes Leben mit seiner einmaligen Geschichte ist es immer wert, gefeiert zu werden. Vor jeder Abschiedsfeier suchen wir den Kontakt mit den Angehörigen, um den bzw. die Verstorbene(n) im Nachhinein kennen zu lernen. Wir wollen erfahren, wer dieser Mensch war, wie und was er war und was sein individuelles Leben ausgemacht hat. Durch Eingehen auf die Einmaligkeit der Person eines Menschen und seine Geschichte schaffen wir in der Abschiedsfeier eine Atmosphäre der Würdigung, des Dankes und der Erinnerung. Wir feiern trotz Trauer ein gelebtes Leben. Der bzw. die Verstorbene wird so in den Herzen der Anwesenden präsent. Abschied für jeden:  gläubig oder nicht Hatte der bzw. die Verstorbene im Leben eine religiöse Grundeinstellung, lesen wir in einer von uns gestalteten Feier einen Text aus der Bibel, sprechen ein Gebet und nehmen nach altem christlichem Brauch die Aussegnung vor. Dies finden wir besonders dann angebracht, wenn jemand gläubig war, aber die Kirche durch Austritt verlassen hat, weil er mit der ‚Institution' Probleme hatte. War der bzw. die Verstorbene nicht gläubig und wird keine religiöse Verabschiedung gewünscht, dann gebietet uns die christliche Toleranz, diesem Wunsch zu entsprechen, ohne dass wir dadurch unsere innere Einstellung verleugnen würden. Denn es geht ja zunächst um diesen einen Menschen und sein gelebtes Leben, das er selbst verantwortet hat.
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